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Rheinfelden Festival der Kulturen 2011 - Blick zurück

Das 17. Festival der Kulturen liegt hinter uns - das 18. Festival ist bereits in Planung. Wir blicken zufrieden zurück - mit den Worten von E.Z. :

 

Rückblick auf das 17. Festival der Kulturen in Rheinfelden mit dem Motto: „Wo gehen wir den hin? – Immer nach Haus“ (Novalis1772-1810).

 

HEIMKEHREN


Dieses Jahr konnte das Festival Kulturen, nach abgeschlossenen Umbauarbeiten, auf das Kurbrunnenareal zurückkehren - auf den Platz seines Ursprungs, seiner Heimat.
Das dreitägige Festival, das sich dieses Jahr ganz dem Thema Heimat widmete, startete bei sommerlicher Atmosphäre mit der Reggea Night am Freitagabend. Zahlreiche Festivalbesucher von nah und fern strömten auf das Kurbrunnenareal und liessen sich musikalisch verwöhnen.

 

FREMDES UND VERTRAUTES – ALTES UND NEUES


Tagsüber verzauberte der bunte, abwechslungsreiche Markt die unterschiedlichsten Besucher. Herrlich duftende Gerüche verzauberten die Nasen, Vielerorts entstanden angeregte Gespräche, Musik ertönte aus den zahlreichen Boxen, da und dort ausgelassenes Lachen, Dinge aus aller Welt zogen Blicke auf sich. Manch Fremdes gab es zu entdecken, manch Vertrautes wieder zu erkennen.

Lichtgraffiti oder auch Malen mit Licht genannt, einer der diesjährigen Workshops, liess die Besucher an einem eindrücklichen Spiel von Licht, Form und Bewegung teilhaben. Der Jugendarbeiter Oliver Benz aus Möhlin, zeigte die alt bekannte Photographie neu auf. Die Teilnehmer waren Akteure und Statisten zugleich. Viktor Hottinger schenkte Einblick in 100 seiner bislang 10'000 gestalteten Tagebuchblätter. Er erlaubte dem Besucher seine, für den Betrachter fremde und doch vertraute, Welt kennen zu lernen.

 

VON NAH UND FERN


Die Aussenbühne lockte mit abwechslungsreichem Musikprogramm. Garniturenbänke, kreativ umfunktioniert zu "Gesellenbänkli", luden zum gemütlichen Verweilen ein. Die Bands kamen aus der Region, aus Berlin, Senegal, Südafrika und New York. Die Musiker und das Publikum aus aller Welt. Schweizer Volkslieder osteuropäisch interpretiert, ausgefallene Rockmelodien, feurig lebenslustige Samba, bewegende Worldmusik, die Stilrichtungen so vielfältig! Die Zuhörer begaben sich auf eine musikalische und kulturelle Weltreise. Heimelige Atmosphäre kam auf, als die Band Vois du Boix die Besucher zum ausgelassenen Tanzen bewegte. Als sich Samstagabends die letzte Band auf der Aussenbühne verabschiedet hatte, übernahm das Publikum. Spontan entstand eine musikalische Improvisationsrunde, immer mehr Instrumente wurden dazu geholt, immer mehr Besucher beteiligten sich am gemeinsamen Musizieren. Die Gesichter zeigten Begeisterung und Ausgelassenheit. Der Kurbrunnenplatz wurde zum Wohnzimmer, zu einem Ort des Zusammenkommens. 
Anna Rosinelli, die Euro Vision Song Contest Teilnehmerin lockte sonntags zahlreiche Zuhörer an. Die Formation, die unter dem Namen Anne Claire auch schon Gast am Festival der Kulturen war bevor die Massen sie kannte, wusste zu begeistern.

Abends am letzten Festivaltages, verliessen die Gäste nach und nach das Areal, die Marktfahrenden bauten ihre Stände ab, die Helfenden begannen mit den Aufräumarbeiten. In den Köpfen all dieser Menschen waren die Erinnerungen, in ihren Körpern die Rhythmen und Melodien, in ihren Bäuchen die Köstlichkeiten aus aller Welt und in ihren Taschen die schönen, bezaubernden, faszinierenden Kostbarkeiten der Marktfahrer.

 

Mit gewachsenem Team begannen bereits die Vorbereitungen für das 18. Festival der Kulturen in Rheinfelden. Das Festivalteam bedankt sich bei den zahlreichen Besuchern, den Künstlerinnen und Künstlern, den Marktfahrenden und allen Helfenden!!! Nur durch all diese Menschen ist das Festival das geworden was es ist. Ein verzaubertes, friedliches Zuhause.